Der Autor Volker Kölb


Dr. Volker Kölb, geboren 1944 in Werther/ Westfalen, Polizeipräsi-dent a. D., Stadtkämmerer a. D. kennt die Gießener Kommunal-politik als jahrzehntelang un-mittelbar Beteiligter so gut wie kaum jemand sonst. Seine Innenansicht der „politischen Klasse“ bestätigt, was wir immer schon gewusst haben: Alles auch nur Menschen: mit einem Hang zur Selbstdarstellung, Selbst-überschätzung, zugleich aber bedauernswerte Opfer des „Fraktionszwangs“,  der gewähl-ten Rolle eines Amtsträgers, der unerbittlichen Eigendynamik des „Apparats“, thematisch gelegen-tlich gelangweilt, immer unter-wegs, immer auf der Suche nach Wählerstimmen und manchmal auf der nach sich selbst.

Die Widmung:

 

„. . . den Angehörigen der Polizeistation Grünberg . . .

 

 Sie haben mich ermuntert, diese Gedichte … vorzutragen.“

 

 

Wenn der Leser sich vom Lachen erholt hat, wird er mit einem be-kannten Berliner Angehörigen der „politischen Klasse“ sagen: „Und das ist gut so.“

Volker Kölb schließt sich in seine heitere Skepsis ein. Das ist Lebenskunst, die aus jedem seiner Gedichte spricht.

Neuanfang

Mir kam es kürzlich in den Sinn,
dass in dem Kopf Gedanken drin.
Ich nahm heraus nun die Gedanken,
befreite sie von Geistes Schranken,
damit, wie es nun einmal geht,
ein jedermann sie auch versteht,
wenn ich vermittels Redeschwall,
verbreite sie jetzt überall.

Nun bin ich, sagt der Kritiker,
auch nur ein Politiker.